Gudrun Peeters

Gudrun Peeters, geb. Ressi, Tratten

Wunderschöne Kindheit in Berg
Zurückdenken und sich fallenlassen. Wir Tratten Kinder mussten mit den Feistritzern hoch zur Volksschule. Auf dem Weg dahin machten wir viel Blödsinn. Einmal wetteten wir, wer sich traut, unter dem Zug, der gerade an der Haltestelle stand, hindurchzukrabbeln. Es hat sich einer gemeldet (verrate nicht wer es war). Ich glaube, die Strafe für ihn war grausam. Am Heimweg wieder „Superideen“. Wer ist schneller unten beim Altenmarkter? Wir laufend auf der Straße oder unsere Federmäppchen im Bergerbächlein? Wer gewonnen hat ist leicht zu erraten. Oder ich musste beweisen, dass ich die Drau über das Geländer überqueren muss. Da war noch die Holzbrücke und das Geländer breiter. Klar konnte ich das und traute mich auch, nur verlor ich meine Mütze in die Drau. Mein Papa, der in der Kurve unten Lehm aus dem Fluss holte, sah meine Mütze schwimmen und bekam fast einen Herzinfarkt. Als ich zu Hause angekommen war, wechselte seine fahlblasse Gesichtsfarbe augenblicklich auf tiefrot und ich fand mich im Keller wieder.

Könnte noch so viel erzählen. Berg war schön für mich und da es mich dennoch in die Ferne gezogen hat, ist die Webcam von Berg was Wunderbares für mich. Einmal pro Tag den Dorfplatz und die Kirche sehen und es war ein guter Tag. Liebe Grüße von Gudi

Einschulung Volksschule Berg, 1957, Gudrun Ressi in der ersten Reihe vorne, ganz links
Haus Ressi, Tratten, 1953/54 (heute: Fam. Andreas und Elisabeth Mößlacher)

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